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Kißlegg versendet Briefe jetzt klimaneutral

Kisslegg – Weniger Abholzung, weniger CO2-Ausstoß und eine bessere Gesundheit: Kißlegg setzt sich für einen klimafreundlichen Briefversand ein. Damit unterstützt die Gemeinde Menschen in Kenia, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Dafür ist Bürgermeister Dieter Krattenmacher mit einem GreenMail-Zertifikat ausgezeichnet worden. Südmail-Chef Thomas Reiter und Wilhelm Zürn, Regionalgeschäftsführer der Schwäbischen Zeitung, überreichten die Urkunde am Mittwoch an den Bürgermeister.
Für ihn ist das der richtige Schritt in die Zukunft, um einen besseren CO2-Abdruck zu hinterlassen, sagt Krattenmacher.

Green-Mail heißt die neue Zertifizierung, weswegen die Gemeinde Kißlegg ab sofort einen Cent pro Sendung an das Projekt Life-Straw der Energieagentur First Climate zahlt. Seit sieben Jahren bietet Südmail den klimaneutralen Briefversand Green-Mail an – seit Dezember ist Kißlegg mit dabei. Der Aufschlag fließt laut Reiter nachweislich in Klimaschutzprojekte. Dort wird die entsprechende Menge Kohlenstoffdioxid, die durch den Postversand entsteht, eingespart, sagt er. Ein Wasserfilter sorgt in Kenia dafür, dass Menschen sauberes Trinkwasser bekommen.

Die Haushalte seien oft darauf angewiesen, Wasser abzukochen. Das fördere wiederum die Abholzung und zerstöre die Umwelt. Wo Menschen keinen Zugang zu Brennholz haben, verzichten sie notgedrungen auf die Entkeimung, sagt Reiter. Damit verbreiten sich Krankheiten wie Typhus und Cholera. Die Wasseraufbereitung verbessert deshalb auch das Überleben von Kindern.

Das Projekt hat im Jahr 2011 begonnen. „Bisher haben wir in sieben Jahren mit Life-Straw über 100 Tonnen CO2 eingespart“, sagt Reiter. Südmail versendet rund 25 Millionen Briefe pro Jahr. Kißlegg unterstützt das Vorhaben mit ungefähr 25 000 Sendungen jährlich. Damit fließen etwa 250 Euro nach Kenia.

„Man sollte sein tägliches Handeln im Kontext zur globalen Vernetzung überprüfen“, so Bürgermeister Krattenmacher, als er die Urkunde entgegennahm. Für ihn funktionieren öffentliche Träger als Vorbilder und „viele kleine Dinge machen es am Ende möglich, die weltweiten Klimaziele zu erreichen“, sagt er. Nach der Rezertifizierung des European
Energy Awards in Silber habe er sich vorgenommen, mehr als dessen Anforderungen für Klimaschutzmaßnahmen zu leisten.

Kleine Schritte seien sozial und ökologisch vorteilhafter als ein Mammutziel mit einem mal erreichen zu wollen. Mit dem „GreenMail“- Siegel, das künftig auf allen Briefen, die mit Südmail verschickt werden, zu sehen ist, will Krattenmacher vor allem „öffentliches Bewusstsein schaffen“ und „gegen den steigenden Energie- und Wärmebedarf steuern“.

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