Briefsortierung „made in Germany“

Im Herbst 2019 wurde sie bestellt und im Sommer schließlich im südmail-Briefzentrum aufgebaut. Fast 30 Meter lang ist die neue Hochleistungssortiermaschine bei südmail. Sie sortiert Briefe in allen Formaten und Gewichten vollautomatisch im sogenannten „Mischpostbetrieb“. Wir haben uns mit südmail-Geschäftsführer Srdjan Manojlovic über die neue Briefsortieranlage „Böwe Flexi“ unterhalten.

südmail: Nun rattert die neue Hochleistungssortiermaschine ja schon einige Monate im südmail-Briefzentrum – hat sich die Anschaffung gelohnt?
Manojlovic: Eindeutig ja! Die Maschine ist ein wahrer Alleskönner und hat gleich zwei alte Sorter ersetzt. Im Vergleich zu den bisherigen Maschinen „rattert“, wie Sie sagen, die neue übrigens kaum. Sie ist so leise, dass unsere Mitarbeiter nicht einmal einen Gehörschutz tragen müssen. Dabei ist sie bienenfleißig und schafft es, in der Stunde rund 30.000 Briefe zu sortieren.

südmail: Wie kommt es zum Namen „Flexi“?
Manojlovic: Der Clou ist, dass die „Flexi“ die komplette Mischpost, vom Standard- und Kompaktbrief, über Großbriefe, bis hin zu schweren Katalogen vollkommen selbständig erkennt, sortiert, zählt, wiegt und misst. Das Erkennen von Handschriften ist dabei ebenfalls kein Problem. Die Maschine analysiert während der Briefsortierung in Sekundenbruchteilen, ob die Oberfläche der Sendung neutral und klar genug ist, um Sendungsinformationen direkt aufzudrucken oder ob der integrierte, äußerst sparsame Drucker ein Label erstellen und aufkleben muss. Der Prozess wird dabei durch modernste Laser- und Wiegetechnik unterstützt. Vollkommen „Flexi“-bel eben.

südmail: Die neue Sortieranlage scheint ja wirklich ein unermüdliches Kraftpaket zu sein. Hat der Alleskönner „Flexi“ menschliche Arbeitskräfte verdrängt?
Manojlovic: Diese Maschine hilft uns dabei, unsere Prozesse deutlich effizienter zu gestalten und sorgt für eine Produktionssteigerung. Was früher mit zwei Sortierlinien erreicht wurde, macht die neue Maschine heute allein. Auch der personelle Aufwand in der Vorbereitung und im laufenden Betrieb sowie bei der gesamten Verwaltung, die dran hängt, ist natürlich geringer. Wir sind aber sehr glücklich darüber, dass keine einzige Mitarbeiterin, kein einziger Mitarbeiter wegen „Flexi“ den Job verloren hat. Alle betroffenen Stellen konnten entweder intern verlagert werden oder die Mitarbeiter sind aus Altersgründen oder auf eigenen Wunsch hin aus dem Unternehmen ausgeschieden.

südmail: Und woher stammt die neue Supermaschine?
Manojlovic: Was uns bei unseren Kunden wichtig ist, setzen wir natürlich auch mit unseren eigenen Lieferanten so gut es geht um. Denn auch hier sind uns, neben einer guten Qualität, Regionalität und langjährige Partnerschaften auf Augenhöhe enorm wichtig. So kommt die neue Sortiermaschine von Böwe Systec aus Augsburg, ist damit „made in Germany“ und sogar in der näheren Umgebung. Wir arbeiten mit Böwe bereits seit über zehn Jahren vertrauensvoll zusammen. Als Entwicklungspartner haben wir gemeinsam diese individuelle Konfiguration zusammengeschneidert, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt ist – so wie wir das mit unseren Kunden eben auch machen.

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